Ratgeber - Ceranfeldreiniger / Glaskeramikreiniger

Ceranfeldreiniger – optimal für die Pflege von Kochfeldern aus Glaskeramik

Ein Herd mit einem glänzenden Ceranfeld ist eine Bereicherung und ein Blickfang jeder Küchenlandschaft. Aufgrund ihres eleganten Designs und ihrer Energieeffizienz sind sie nicht nur bei Profiköchen, sondern auch bei Hobbyköchen und Hausfrauen sehr beliebt. Die glatte Oberfläche eines Ceranfeldes ermöglicht ein schnelles Verrücken der Töpfe und das Abstellen von heißem Kochgeschirr. Doch damit das Ceranfeld jederzeit im neuen Glanz erstrahlt, muss es sauber sein und gepflegt werden.
überkochender Milchtopf auf Cerankochfeld - ©Pixabay / Myriams-Fotos
Mithilfe eines Ceranfeldreinigers lassen sich Verschmutzungen, die beim Kochen schon einmal entstehen können, wie eingebrannte oder angetrocknete Speisereste, Flecken von übergekochter Milch oder Kartoffelwasser, leicht entfernen. Außerdem sorgt der Glaskeramikreiniger dafür, dass das Ceranfeld sein glänzendes Aussehen behält. Der nachfolgende Ratgeber gibt darüber Auskunft, welche Arten von Ceranfeldreinigern es gibt, wie sie angewendet werden, auf welche Kriterien man beim Kauf achten sollte und welche Alternativen es gibt.

Ceranfeldreiniger – die Arten

Reiniger für Glaskeramik werden in drei Varianten auf dem Markt angeboten, und zwar als cremige, milchige Lotion in einer Flasche abgefüllt, als Paste in der Tube und als Reinigungskonzentrat in der Dose, dem sogenannten „Putzstein“. All diese Mittel beinhalten waschaktive Substanzen (anionische und nicht ionische Tenside), Konservierungsmittel (Benzisothiazolinon, Methylisothiazolinon), Duftstoffe (Butylphenyl, Limonene, Methylpropional), Zitronensäure und Poliermittel. Dank dieser Inhaltsstoffe stellt sich die intensive Reinigung der Ceranfelder sehr einfach dar. Außerdem sorgen sie für eine sanfte Pflege und einen strahlenden Glanz. Doch bevor mit der Reinigung des Ceranfeldes begonnen wird, sollte man entsprechende Schutzhandschuhe anziehen. Nur so wird die Haut vor eventuellen Reizungen geschützt.

Ceranfeldreiniger in flüssiger, milchiger Form und seine Anwendung

Flüssige Reiniger und Pfleger für Ceranfelder werden von vielen verschiedenen Herstellern in einer großen Vielfalt auf dem Markt angeboten. Sie alle sind speziell für die Reinigung und Pflege von Keramik-Kochfeldern entwickelt worden. Viele von ihnen sind sogar von führenden Geräteherstellern geprüft. Flüssige Ceranfeldreiniger sind sehr sparsam in der Anwendung. Es reichen schon wenige Tropfen aus, um selbst hartnäckigsten Schmutz und Rückstände materialschonend zu reinigen. Sie verleihen dem Ceranfeld streifenfreien Glanz und verleihen ihm einen Einbrennschutz. Der Schutzfilm verhindert außerdem Beschädigungen durch eventuelles Überkochen und ermöglicht ein leichtes, tägliches Reinigen.

Anwendung:

Vor Gebrauch der flüssigen Emulsion sind zunächst die groben Verschmutzungen des Ceranfeldes mithilfe eines Ceranfeldschabers zu entfernen und die Flasche kräftig zu schütteln. Ist das Kochfeld erkaltet, wird der Ceranfeldreiniger in sparsamer Dosierung auf die verschmutzten Stellen aufgetragen. Dies geschieht in kreisenden Bewegungen mit einem weichen feuchten Schwamm, Mikrofasertuch oder Lappen. Küchenpapier tut es aber auch. Anschließend ist die Ceranfeldfläche mit einem feuchten Tuch abzuwischen und mit einem sauberen, trockenen Lappen trocken zu reiben. Wenn der Schutzfilm erhalten bleiben soll, dann ist auf das feuchte Nachwischen zu verzichten und der aufgetragene Reiniger mit neuem Küchenpapier aufzupolieren.

Ceranfeldreiniger – Paste in der Tube

Auch Ceranfeldreiniger inform von einer Paste entfernen zuverlässig Schmutz, Fett und sind besonders geeignet, wenn es um Kalk- und Wasserflecken geht. Außerdem sind sie haut- und materialschonend sowie, da sie konservieren, wasserabweisend und schützend.
Anwendung:

Wie beim Flüssigreiniger, sind auch bei der Anwendung einer Ceranfeldreiniger-Paste vor dem Auftragen die gröbsten Verschmutzungen, wenn nötig mit einem Ceranfeldschaber zu entfernen. Erst dann wird ein etwa ein Zentimeter langer Strang der Glaskeramik-Kochfeldreinigungspaste auf das abgekühlte Ceranfeld gegeben und mit einem feuchten, weichen Tuch oder Küchenpapier in kreisenden Bewegungen verrieben und der Schmutz entfernt. Abschließend wird das Kochfeld mittels saugfähigem, weichem Tuch trockengerieben. Das Resultat ist ein Ceranfeld mit strahlendem Glanz.

Ceranfeldreiniger – Putzstein

Putzsteine für die Reinigung von Glaskeramik-Kochfeldern sind sehr leistungsstark. Mit ihrer Hilfe lassen sich sogar Verkrustungen, Eingebranntes und hartnäckiger Schmutz ohne großen Kraft- und Arbeitsaufwand in nur einem Arbeitsschritt entfernen. Da die meisten Putzsteine Micro-Polier-Perlen enthalten, greifen sie zwar kraftvoll den Schmutz an, sind aber sanft zur Oberfläche des Ceranfeldes und verleihen diesem einen seidigen Glanz. Außerdem sorgt der, nach der Reinigung mit einem Putzstein entstandene Abperleffekt dafür, dass sich Eingebranntes nicht so schnell festsetzt und die künftige Reinigung erleichtert wird. Ein Ceranfeld-Putzstein ist also für die „Härtefälle“ ebenso geeignet wie für die tägliche Pflege vor und nach dem Kochvorgang.
Anwendung:

Ein Putzstein für die Ceranfeldreinigung wird nicht, wie man von dem Namen ableiten könnte, über die Ceranfeldfläche gerieben, sondern mit einem weichen Schwamm, der meist im Lieferumfang enthalten ist, aufgetragen. Dazu wird der Schwamm angefeuchtet und zum Aufnehmen des Konzentrates mehrere Male über den Glaskeramik-Putzstein gerieben. Anschließend ist mit dem Schwamm das Kochfeld in kreisenden Bewegungen zu reinigen. Ist dies geschehen, werden durch gründliches Nachwischen mit einem feuchten Tuch sämtliche Rückstände gründlich entfernt. Nach dem Abtrocknen mit einem trockenen Lappen erstrahlt das Ceranfeld nicht nur im neuen Glanz, es ist auch noch imprägniert.

Ceranfeldreiniger – Kriterien, die bei der Kaufentscheidung beachtet werden sollten

Aufgrund der Angebotsvielfalt sollte man auch beim Kauf von Ceranfeldreinigern einige Kriterien beachten. Diese sind:
  • Ein wichtiger Punkt vor dem Kauf eines Glaskeramik-Reinigers ist, zu wissen, wie er eingesetzt werden soll und was man von dem Produkt erwartet. Daher sollte der Reiniger so gewählt werden, dass er hinsichtlich seiner Eigenschaften den eigenen Bedürfnissen entspricht.
  • Auch das Inhaltsvolumen, das je nach Hersteller und Produkt variiert, spielt eine Rolle. Es sollte so gewählt werden, dass der Ceranfeldreiniger über einen längeren Zeitraum benutzt werden kann. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass er aufgrund der Tatsache, dass nur sehr wenig Konzentrat zur Reinigung benötigt wird, sehr ergiebig ist.
  • Nicht zu vergessen ist, dass bei hartnäckigen Verschmutzungen des Glaskeramik-Kochfeldes sehr oft der Ceranfeldreiniger alleine nicht ausreicht. Hier kommt dann meist zum Lösen der gröbsten Verschmutzungen ein Ceranfeldschaber zum Einsatz. Daher bieten einige Hersteller Ceranfeldreiniger inklusive Schaber und/oder Schwamm an. Daher sollte man beim Kauf auf Produkte mit Zubehör achten. Meist sind diese auch preiswerter als Einzelkauf.
  • Als sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung können auch Testberichte und Kundenrezensionen zu den einzelnen Ceranfeldreiniger-Produkten sein.

Ceranfeldreiniger – Alternativen

Glaskeramik-Kochfelder lassen sich nicht nur mit chemischen Reinigern säubern und pflegen, sondern auch einfache Hausmittel sind in der Lage, eingebrannte und hartnäckige Flecken wirksam zu entfernen. So zum Beispiel:

Glaskeramik reinigen mit Natron

Mit Natron kann man das Ceranfeld bequem und preiswert reinigen. Dazu benötigt man zwei Esslöffel Natron-Pulver, ein bis zwei Esslöffel Wasser oder Mineralwasser, einen weichen Schwamm, einen Lappen oder ein Mikrofasertuch.
Das Natron ist mit dem Wasser in einer Schale zu verrühren und mit dem Schwamm oder einem feuchten Tuch über das gesamte Ceranfeld zu verteilen und kurz einwirken zu lassen. Bei hartnäckigen und eingebrannten Stellen sollte die Einwirkungszeit jedoch mindestens eine Stunde betragen. Besser ist jedoch, die Natron-Paste über Nacht einwirken zu lassen. Nach dem Einwirken sind die Reste der Natron-Paste mithilfe eines feuchten Tuches zu entfernen und das Ceranfeld mit einem trockenen Lappen nachzupolieren.

Ceranfeld reinigen mit Backpulver

Backpulver ist ein sehr gutes Hausmittel, wenn es darum geht, ein eingebranntes Ceranfeld zu säubern. Hierzu werden zwei Teelöffel Backpulver mit 100 Milliliter Wasser zu einer Paste verrührt und auf die betroffenen Stellen des Cerankochfeldes gegeben.
Nach etwa 60 bis 90 Minuten Einwirkzeit lassen sich die Rückstände problemlos mit einem feuchten Schwamm oder weichem, feuchten Tuch entfernen. Nach dem Trockenreiben mit einem trocknen Lappen erstrahlt das Ceranfeld wieder wie neu.

Glaskeramik mit Zitrone reinigen

Bei der Beseitigung von leichten Verschmutzungen, Verkrustungen und Kalkflecken auf Ceranfeldern ist der Saft einer frischen Zitrone eine beliebte Alternative zu chemischen Reinigern.
Man halbiert eine Zitrone und reibt mit der Schnittfläche der Zitronenhälften die nach dem Kochen entstandenen Rückstände und Verschmutzungen ein. Nach einer halben Stunde Einwirkungszeit wird das Ceranfeld mit warmen Wasser und einem weichen Tuch oder Schwamm sauber gewischt. In einem seidigen Glanz erstrahlt es jedoch erst, wenn es mit einem trockenen Lappen aufpoliert wurde.

Kurzes Fazit

Ceranfeldreiniger werden in vielen verschiedenen Varianten auf dem Markt angeboten. Sie sind sich in ihren Eigenschaften sehr ähnlich und sind optimal, wenn es darum geht, dem Kochfeld aus Glaskeramik sein strahlendes Aussehen zu erhalten beziehungsweise zurückzugeben.
Viele Ceranfeldreiniger verleihen nach ihrer Anwendung dem Kochfeld einen Schutzfilm, der vor erneuten Einbrennungen schützt. Sie sind leicht zu handhaben und für die tägliche Nutzung geeignet. Wie oft der Reiniger jedoch eingesetzt wird, ist vom Verschmutzungsgrad des Ceranfeldes abhängig. Also – ein Ceranfeldreiniger reinigt das Kochfeld aus Glaskeramik nicht nur, sondern er pflegt und schützt es auch.
Letztes Update: 17.04.2020 17:52