Ceran / Glaskeramik Kochfelder - Was ist das?

Ceran und Glaskeramik-Kochflächen

Jeder kennt es, viele haben eines: ein Kochfeld mit Glaskeramikfläche, auf manchen davon steht "Ceran". Doch was ist der Unterschied? Eigentlich ist es ganz einfach: Ein Ceran-Kochfeld ist zwar ein Glaskeramik-Kochfeld, aber nicht jedes Glaskeramik-Kochfeld ist Ceran.

Letzteres ist eine Bezeichnung für ein besonderes Material der Firma Schott in Mainz, die sich ihre Erfindung mit einem Markennamen hat schützen lassen.
Glaskeramikfeld in Nahaufnahme - ©pixabay - congerdesign
Richtiger wäre es also, nur von CERAN® mit eingetragenem Markenzeichen zu sprechen, wenn man ein Schott-Produkt meint, oder ansonsten von "Glaskeramik". Doch wie "Tempo" oder "Nutella" sind gleich einem pars pro toto Markenname und Bezeichnung zu einem Begriff geworden. Anders gesagt: Das eine steht als Synonym für das andere.

Was ist Glaskeramik?

Ganz am Anfang, vor etwas mehr als fünfzig Jahren, zu Zeiten der ersten Präsentation des Materials war die Überraschung sehr groß: Geht das überhaupt, fragte man sich in den 1970er-Jahren, kochen auf Glas?

Auf diesem zerbrechlichen und hitzeempfindlichen Material? Glaskeramik, wie sie auf die Forschungen und Erfindungen des Amerikaners Stanley D. Stookey, der bereits 1953 glaskeramische Materialien unter dem Namen "Pyroceram" patentieren ließ, und den Entwicklern des Unternehmens Schott zurückgeht, vereint die Eigenschaften der Keramik mit den Vorteilen des Glases.
Glaskeramikfeld in Nahaufnahme - ©pixabay / rkit
Auf diesem zerbrechlichen und hitzeempfindlichen Material? Glaskeramik, wie sie auf die Forschungen und Erfindungen des Amerikaners Stanley D. Stookey, der bereits 1953 glaskeramische Materialien unter dem Namen "Pyroceram" patentieren ließ, und den Entwicklern des Unternehmens Schott zurückgeht, vereint die Eigenschaften der Keramik mit den Vorteilen des Glases. Mit anderen Worten: Es vereint besondere Härte und Hitzebeständigkeit mit Transparenz. Glaskeramik ist ein Verbundwerkstoff aus Glas und Kristallen (Lithium-Aluminium-Silikaten), der auch bei einem Temperaturschock wegen seines geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten nicht zerbricht.

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Wärmeleitung und Wärmestrahlung

Wärme entsteht bekanntlich auf unterschiedlichen Wegen. Herkömmliche Herdkochplatten aus Gusseisen sind mit Heizspiralen ausgestattet und treten aus der meist aus Edelstahl bestehenden Herd- oder Kochfeldoberfläche hervor.
Glaskeramikfeld, daneben ein Kochlöffel - ©congerdesign / Pixabay
Wärme entsteht bekanntlich auf unterschiedlichen Wegen. Herkömmliche Herdkochplatten aus Gusseisen sind mit Heizspiralen ausgestattet und treten aus der meist aus Edelstahl bestehenden Herd- oder Kochfeldoberfläche hervor. Die Wärme, die in den Heizspiralen entsteht und durch einen Regler mechanisch gesteuert wird, fließt durch Wärmeleitung. Glaskeramik-Kochfelder haben ungeachtet der Energieform, mit der sie erhitzt werden, eine durchgehende Oberfläche. Die Wärme entsteht auch in Heizwiderständen, wird aber durch infrarote Wärmestrahlung an die Oberfläche weitergegeben. Die Transparenz des Glases ist hierbei wesentlich. Ein Unterschied übrigens, der sich gut bei Sonnenschein in den eigenen vier Wänden beobachten lässt. Die Wärme, die der Heizkörper einer Warmwasserheizung übermittelt, entsteht durch Wärmeleitung. Die Wärme, die im Innenraum direkt am Fenster im Schein der Sonne erfahrbar wird, entsteht durch Wärmestrahlung. Bei einem Glaskeramik-Kochfeld wird also die Wärme durch Strahlung auf den Topf- oder Pfannenboden geleitet. Jenseits der markierten Kochfelder bleibt das Glaskeramikfeld kalt. Es entsteht nahezu kein Energieverlust durch abgeleitete Wärme zu den Seiten.

Unterschied zu anderen Kochfeldern mit Induktion oder Gas

Der Induktionsherd besitzt in der Regel als Oberfläche ebenfalls ein Glaskeramikfeld. Abweichend ist hier die Energieerzeugung. Eine unterhalb der Oberfläche befindliche Induktionsspule mit Hochfrequenzstrom erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, das in Wärme umgewandelt wird.

Der Induktionsherd besitzt in der Regel als Oberfläche ebenfalls ein Glaskeramikfeld.
Gaskoch-Flamme - ©Pixabay / stevepb
Abweichend ist hier die Energieerzeugung. Eine unterhalb der Oberfläche befindliche Induktionsspule mit Hochfrequenzstrom erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, das in Wärme umgewandelt wird. Der Induktionsherd besitzt die höchste Energieeffizienz, denn seine Ankochzeit ist besonders kurz, rentiert sich aber trotzdem nicht, weil nur magnetisierbare Töpfe verwendet werden können, die unter Umständen neu angeschafft werden müssen. Zudem sind die Herde für sich genommen teurer in der Anschaffung und die verbaute Elektronik, vor allem das Hochleistungsnetzteil, zieht im Fall einer Reparatur ebenfalls höhere Kosten nach sich. Ein weiterer Nachteil: Am Induktionsherd entstehen elektromagnetische Wechselfelder, Menschen mit Herzschrittmacher sollen daher Abstand (40 cm) halten, auch kann es zu Entladungen beim Berühren des Kochgeschirrs kommen. Da allerdings die Wärme im Kochgut und nicht auf der Oberfläche entsteht, kann man sich bei Induktion nicht verbrennen und es können auch keine Essensreste auf der Oberfläche anbrennen. Profiköche schwören hingegen auf Gas, dies sei die Königsdisziplin – heißt es zumindest. Beim Kochen mit Gas hat der Herd eine Oberfläche aus Emaille oder Edelstahl, aus der die Gasflammen in verschiedener Größe hervorragen. Darüber liegt ein gusseisernes Gitter, auf dem das Kochgeschirr aufgestellt werden kann und das zum Reinigen hochgeklappt oder abgenommen wird. Gas gilt als umweltfreundlicher als Strom, die Hitze lässt sich bei Gas unverzögert und damit deutlich schneller als bei Wärmestrahlung und selbst Induktion regulieren. Darin besteht auch die Attraktivität für Profis – es geht bei Gas einfach schneller. Zudem kann jede Art Topf verwendet werden. Gas ist allerdings entzündlich und birgt größere Gefahren der Explosion und Verbrennung.

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Hersteller – eine Auswahl

Alle namhaften Küchengerätehersteller bieten Glaskeramik-Kochfelder an. Unterschiede gibt es in den Maßen und Dimensionen, der Aufteilung der Kochfelder, den Bedienelementen und natürlich im Preis. Die Bedienfelder können aus Touch-Elementen bestehen oder aus magnetischen, zum Reinigen abnehmbaren Knebeln.
Kohtopf und Schneidbrett auf einem Glaskeramikfeld - ©pixabay / stux
Den Anfang der Hersteller macht natürlich Schott, weiterhin gibt es Glaskeramikkochfelder von Bosch, AEG, Bauknecht, Miele, Siemens, Neff, Arebos und K&H.

Kühlen Kopf bewahren – worauf beim Kauf und bei der Verwendung achten?

Das erste Gebot lautet: Realistisch und pragmatisch bleiben. Hinsichtlich des eigenen Könnens, der eigenen Bedürfnisse und Notwendigkeiten, der eigenen Räumlichkeiten und des Geldbeutels.

Wer nur eine kleine Küche und einen Single-Haushalt hat, kann auch mit einem Glaskeramik-Kochfeld mit einem Einzel- oder Zweiplattenkochfeld zurechtkommen.
sdfsdf - ©sdfsdf
Als nächstes stellen sich die Fragen: Wer kocht? Und wie oft? Schiebt man ohnehin nur Tiefkühlpizza in den Backofen oder die Mikrowelle? Braucht man ein Doppelkochfeld, wenn man ohnehin keinen großen Bräter oder keinen Fischkochtopf besitzt? Entscheidende Punkte sind in jedem Fall die Anzahl und Größe der Kochfelder, die Energieform, die Aufteilung Herd und Backofen und – Zusatzfunktionen und Bedienelemente. Kindersicherung, Kurzzeitwecker, Uhr oder Timer und Restwärmeanzeige sind die wichtigsten Funktionen neben der eigentlichen Wärmeregulierung. Touch-Control wirkt im Küchenstudio grandios – mit mehligen, nassen oder fettigen Fingern kann es eine nervige Sache werden, wenn die Anzeige plötzlich überhaupt nicht reagiert. Wer viel kocht, weiß: Manchmal muss es schnell gehen. Will man sich da mit solchen Kleinigkeiten herumärgern? Viele schwören allerdings auf die Sicherheitsabschaltung – bei längerem Nichtgebrauch schaltet sich das Kochfeld ab – oder auch auf Quickstart oder PowerBoost-Funktionen, also besonders schnelles Ankochen.

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Letztes Update: 27.04.2020 06:33